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22.04/11:43 |
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| DE0007030009 |
703000 |
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Rheinmetall-Aktie: schlechte Nachrichten aus Indien 08.03.2012
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Rheinmetall (ISIN DE0007030009 / WKN 703000) weiterhin mit "kaufen" ein.
Wie die "Financial Times Deutschland" gestern berichtet habe, sei Rheinmetall Air Defence mit fünf weiteren Firmen auf eine schwarze Liste für Geschäfte mit der staatlichen Rüstungsfirma Ordnance Factory gesetzt worden. Damit einhergehend dürfe Rheinmetall Air Defence in den nächsten zehn Jahren keine Geschäfte mit Indien machen. Das Thema sei nicht ganz neu. Bereits Mitte 2010 sei bekannt geworden, dass Rheinmetall Air Defence in Indien Gegenstand von Untersuchungen sei. Die Dauer der Sperre sei nun neu.
Hintergrund seien Korruptionsvorwürfe gegen den 2009 zurückgetretenen CEO der staatlichen indischen Rüstungsfirma. Rheinmetall weise eigene Fehler zurück und könne diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Das Vorgehen der Inder werde als wenig transparent bezeichnet, so dass eine Einschätzung seitens Rheinmetalls schwierig sei.
Was bedeute das für Rheinmetall:
1. Indien sei für die Rüstungsindustrie ein interessanter Wachstumsmarkt. Rheinmetall selber habe das relevante Investitionsbudget (Fahrzeuge, Flugabwehr, Munition etc.) für den Konzern mal auf über 5,0 Mrd. EUR geschätzt. Das sei Ende 2010 gewesen. Damals habe man bis 2012 einen möglichen Auftragseingang von 400 Mio. EUR gesehen.
2. Dabei scheine sich wirklich nur Rheinmetall Air Defence auf dieser schwarzen Liste wider zu finden, was würde bedeuten, dass man in den anderen Segmenten wie z.B. Landtechnik durchaus noch Chancen auf Aufträge hätte. Allerdings bestehe nach Erachten der Analysten die Gefahr, dass Rheinmetall aufgrund des angekratzten Images dann auch bei anderen Projekten nicht mehr zum Zug kommen könnte.
3. In 2010 habe der Auftragseingang in Indien bei rund 50 Mio. EUR gelegen, so dass optisch gesehen der Gesellschaft zumindest kein hoher Umsatz wegfallen würde.
Diese Nachricht werde den Konzern mit Sicherheit schmerzen. Gerade in Zeiten rückläufiger Investitionsbudgets in den Industrienationen werde viel Hoffnung in die Emerging Markets als Käufer von Rüstungsgütern gesetzt. Würden die Inder hart bleiben, habe sich für Rheinmetall zumindest im Bereich Air Defence die Tür erst einmal geschlossen. Die Analysten würden aufgrund dieser Nachricht keine Änderungen an ihren Modellen vornehmen und das Kursziel von 50 EUR bestätigen. Die fundamentale Bewertung mit einem KGV 2012 von 7,2x sowie das Kurs/Buchwert-Verhältnis von 1,0x würden unverändert attraktiv bleiben.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen die Kaufempfehlung für die Rheinmetall-Aktie. (Analyse vom 08.03.2012) (08.03.2012/ac/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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